Energieeffizienz-Initiative
Angesichts der Herausforderungen des steigenden weltweiten Energiebedarfs und der gleichzeitig für den Klimaschutz notwendigen Beschränkung der CO2-Emissionen werden der rationelle Umgang mit Energie und die Erschließung erneuerbarer Energien immer wichtiger.
Die bayerische Staatsregierung und Wirtschaft haben deshalb im neuen Umweltpakt Bayern die Verbesserung der Energieeffizienz und den Klimaschutz durch Senkung der CO2-Emissionen ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt.
Funktionierende regionale Netzwerke zum nachhaltigen Wirtschaften und betrieblichen Umweltschutz wie der Förderkreis Umweltschutz in Unterfranken e.V. (FUU) und das Modell Hohenlohe e.V. bieten hier die ideale Plattform Energieeffizienzprojekte und –konzepte mit den Unternehmen vor Ort zu initiieren und die vorhandenen CO2 – Minderungspotenziale in der Wirtschaft in größerem Umfang zu erschließen.
Im Modellvorhaben Hohenlohe (2002- Mai 2006) mit 17 Unternehmen aus der gewerblichen Wirtschaft wurden z.B. rund 400 wirtschaftlich umsetzbare Energieeffizienz-Maßnahmen identifiziert. Davon haben die Unternehmen bis dato rund 60 % umgesetzt oder in konkreter Umsetzung.
Die Ergebnisse im Überblick: (Erträge und Gewinn jeweils pro eingesparter Tonne CO2)
Eingesparte Tonnen CO2 in 2005: | 9.400 t/10% vom Ausgangswert |
Steigerung der Energieeffizienz: | 7,8% |
Reduzierung der Energiekosten der beteil. Unternehmen: | 1,3 Mio. € /10,4 % |
Bruttoertrag (eingesparte Energiekosten): | durchschnittlich ca. 140 € |
Bruttoertrag nach Gewinnsteuern (angenommen 40%): | 60 € bis 100 € |
Bruttoertrag nach Gewinnsteuern und Transaktionskosten: | 33 € bis 70 € |
Gewinn (Bruttoertrag ./. Kapitalkosten): | 10 € bis 20 € |
Das Projekt war für die beteiligten Unternehmen so erfolgreich, dass die beteiligten größeren Betriebe den Effizienz-Tisch nach dem Ende der öffentlichen Förderung durch das Land Baden-Württemberg mit Beibehaltung der wissenschaftlich abgesicherten Ergebnisauswertung und professioneller Moderation auf eigene Kosten fortsetzen werden.
